Archiv
- Schnüffel GmbH und Co.
Über die Methoden der Agentur CMK, die das Privatleben von Politikern ausgespäht hat, war hier bereits ausführlich die Rede. Der Skandal hat sich inzwischen zu einem mehrdimensionalen Kampfgeschehen ausgeweitet: Bunte gegen Stern, Politiker gegen Bunte, CMK gegen Stern und so weiter. Der Gesellschafter der “Presseagentur”, Stefan Kießling, hat sich vor ein paar Tagen „nochmals in [...]
- Erstaunlicher Vorgang
„Wie sich der Deutschlandfunk O-Töne besorgt.“ So war am Mittwoch eine Betrachtung auf den Nachdenkseiten.de betitelt. Es ging um den Streit in der bayerischen Linken (mehr hier und hier und hier), um Rohaufnahmen eines Gesprächs mit Landessprecher Franc Zega, die unautorisiert ihren Weg ins Internet fanden, und um die Frage, nach welchem Muster die Berichterstattung [...]
- Gespräch übers Bloggen
Die Kollegen von Analyse & Kritik wollten von uns wissen, warum wir dieses Blog hier überhaupt machen. Gute Frage – hier findet man einige Antworten
- Bunte lässt beschatten
Der Stern “enthüllt”, wie die Bunte Politiker bespitzelt hat – die Zeitschrift spricht von Verleumdung. Über Lafontaine, Privatsphäre und ein mediales Geschäftsmodell
- Tricks für die Doppelspitze?
Über die zu erwartenden Schwierigkeiten bei den Wahlen der designierten Linken-Spitze ist viel geschrieben worden: Klaus Ernst hat als Kandidat für den Parteivorsitz nicht die besten Karten. Und die Doppellösung bedarf einer satzungsändernden Zwei-Drittel-Mehrheit, die ein wenig als unsicher gilt. Der Spiegel berichtet nun vorab, „um eine Blamage auf dem Parteitag zu vermeiden“ würde juristisch [...]
- Wasser und Salz
Oskar Lafontaine hat dem Neuen Deutschland ein langes Interview gegeben. Es geht um Schwarz-Gelb, die Koalitionsfrage, Kursfestlegungen und rote Linien, die SPD-Regierungszeit des scheidenden Linken-Chefs im Saarland und was sich seither in dessen Politikverständnis verändert, besser: radikalisiert hat. Davon erfährt nichts, wer nur die Nachrichten über das Interview liest. In denen geht es fast ausnahmslos [...]
- Wessen Spielregeln
Gesine Lötzsch muss viele Interviews geben, seit sie für die Spitze der Linkspartei nominiert ist, die im Mai in Rostock gewählt wird. Eines hätte eigentlich gereicht, es steht ja doch immer dasselbe darin – was so weit geht, dass Welt und Spiegel sogar die gleiche Überschrift wählen (hier und hier). Weil die 48-Jährige aus dem [...]
- Neues von den Kollegen
Ohne die Kollegen wäre lafontaines-linke.de um Originaltexte, Verweise, Ideen, Kritik und manches mehr ärmer. Deshalb hier einige Hinweise auf Entwicklungen in linken Medien. Die Blätter für deutsche und internationale Politik präsentieren sich in einem schönen neuen Internetauftritt. Sehr empfehlenswert. Die Zeitschrift hatte im vergangenen Jahr erneut seine Abonnements steigern können (auf 6.400) und kommt nun [...]
- Verkürzungen
Bodo Ramelow hat dem ZDF ein Interview gegeben. Der Sender schnitt anderthalb Sätze heraus und montierte diese in ein Stück über Oskar Lafontaines Auftritt beim Neujahrsempfang in Saarbrücken. Von Ramelows Lob an der Rede des Noch-Vorsitzenden blieb ebenso wenig übrig wie von seiner Selbstkritik, mitverantwortlich für die Verzögerung der Programmdebatte zu sein. In dem Beitrag [...]
- Dampfgeplauder
Christoph Strünck ist Professor für Politikwissenschaft an der Uni
Siegen. Im Nebenberuf bloggt er bei Zeit online. In seinem jüngsten Text hat er einen eindrucksvollen Nachweis dafür erbracht, dass ein Professorentitel bei weitem nicht davor schützt, galoppierenden Unsinn zu verbreiten. Die heftig umstrittene Forderung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch nach einer Arbeitspflicht für Langzeitarbeitslose nimmt Strünck [...]
- Lafontaines Entscheidung
Am schnellsten war Bild: 11.03 Uhr meldete das Springerblatt, dass
Oskar Lafontaine nicht nur wie erwartet sein Bundestagsmandat abgibt, sondern auch im Mai beim Parteitag in Rostock nicht erneut für den Linken-Vorsitz kandidieren wird. Die Information kam direkt aus der Runde der Vorstandsmitglieder, die im Karl-Liebknecht-Haus tagen. Etwas langsamer beim Formulieren einer Nachricht war die Deutsche [...]
- Kabale und Hiebe
Wer spät erscheint, muss immer noch eins draufsetzen: Kein Chefredakteur möchte im eigenen Blatt noch einmal sehen, was man schon drei Tage vorher woanders nachlesen konnte. Montag war die Fraktionsklausur mit Gregor Gysis Rede, Freitag kündigte Dietmar Bartsch an, nicht mehr als Bundesgeschäftsführer zu kandidieren. Was schreibt man da noch, wenn alle Geschichten von Ost [...]
- Kein Kommentar
Über Bettina Röhl, die sich eine Journalistin nennt, obwohl sie nicht
nur mit der Linken, sondern auch mit der Sprache auf Kriegsfuß steht, könnte man eigentlich schweigen: Ihre größte Leistung ist es, Tochter von Ulrike Meinhof zu sein. Ihre zweitgrößte besteht darin, einen von „Renegaten“ ausgeborgten Sündenstolz spazieren zu fahren. Gern auch auf Welt.de, wo Röhl [...]
- Parteilich sein
„Unser Parteivorstand ist weder die junge Welt, noch das Neue Deutschland, geschweige denn der Spiegel oder Stern online“. Auch dieser Satz aus der Rede von Gregor Gysi hat einige Verbreitung gefunden – zum Beispiel über die zuerst genannte Zeitung. Der Fraktionschef hat mit seiner Formulierung andeuten wollen, dass die Linke sich ihre innerparteilichen Debatten nicht [...]
- Warten auf Oskar
Am Silvesterabend meldete eine Nachrichtenagentur, „die Anzeichen
für eine baldige Rückkehr von Oskar Lafontaine in die aktive Politik“ würden sich mehren. Das kam deshalb überraschend, weil gerade erst der gegenteilige Eindruck entstanden war. Dieser allerdings hatte auch wieder nur eine frühere Interpretation abgelöst. Aus „Lafontaine plant Rückkehr in die Politik“ wurde „Lafontaine manövriert die Genossen aus“ [...]

