Von der FDP zu Rot-Rot
Die Mehrheitsverhältnisse im Berliner Abgeordnetenhaus ändern sich erneut – dieses Mal zu Gunsten der rot-roten Koalition. Dabei kommt der Zuwachs ausgerechnet aus der FDP. Der Sozialpolitiker Rainer-Michael Lehmann hat die liberale Fraktion verlassen und zugleich erklärt, sich der SPD anschließen zu wollen. Begründung: die zunehmende „soziale Kälte“ in der FDP. Der 49-Jährige wolle die Angriffe der Partei auf den Sozialstaat nicht länger mittragen. Lehmann stammt aus dem Ostteil der Stadt und hat bis 1989 als Schriftsetzer beim Neuen Deutschland gearbeitet – heute die der Linkspartei nahestehende Zeitung. Der ehemalige Bürgerberater ist kein ein Hinterbänkler: Seit 1994 sitzt er im Landesvorstand der Hauptstadt-FDP. 2001 zog er ins Abgeordnetenhaus ein, amtierte dort als liberaler Fraktionsvize und war zuletzt Sprecher für Soziales. Lehmann hat nun die Konsequenz daraus gezogen, dass man in dieser Funktion bei den Liberalen zur Zeit wenig zu sagen hat. (vk)
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Kommunizierende Röhren | Lafontaines Linke am 10 Mrz 10[...] der am Dienstagmorgen die Öffentlichkeit überraschte: Der FDP-Abgeordnete Rainer-Michael-Lehmann wechselt zur SPD. Einer weniger für die Opposition, einer mehr für die Koalition. Alte Verhältnisse [...]
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