Lafontaines Entscheidung
Am schnellsten war Bild: 11.03 Uhr meldete das Springerblatt, dass
Oskar Lafontaine nicht nur wie erwartet sein Bundestagsmandat abgibt, sondern auch im Mai beim Parteitag in Rostock nicht erneut für den Linken-Vorsitz kandidieren wird. Die Information kam direkt aus der Runde der Vorstandsmitglieder, die im Karl-Liebknecht-Haus tagen. Etwas langsamer beim Formulieren einer Nachricht war die Deutsche Presse Agentur – 11.05 Uhr schickte man die Eilmeldung heraus, dass Lafontaine den Linkenvorsitz abgeben werde. AFP brauchte sogar bis 11.33 Uhr. Erste Kommentare waren da schon über Twitter gelaufen, wo sich zum Beispiel Björn Böhning von der SPD fragte: „Geschichte wiederholt sich?“ Über den Unterschied eines sofortigen Rücktritts aus politischen Gründen und einem angekündigten Rückzug der Gesundheit wegen, wird an anderer Stelle noch zu reden sein. Die Deutsche Presse Agentur war ebenfalls schnell mit ihrer Meinung und sendete eine „Analyse“, die noch einmal alles an gefühltem Wissen und groben Vereinfachungen zusammenrührt, die man aus den vergangenen Wochen schon kennt. Um 13 Uhr tritt Lafontaine vor die Presse – danach mehran dieser Stelle. (tos)
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