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DGB-Blog wird Gegenblende

Da von einem Überangebot gewerkschaftlicher Beiträge zu einer gesellschaftspolitischen oder gar -kritischen Diskussion nun wirklich nicht gesprochen werden kann, ist dies eine gute Nachricht: Der Deutsche Gewerkschaftsbund wird im Dezember seinen Debattenblog zum Online-Magazin erweitern. Damit soll „die Tradition der Gewerkschaftlichen Monatshefte in einem zeitgemäßen Format“ fortgesetzt werden. Die GMH waren Ende 2004 eingestellt worden. Nicht erst mit der Wirtschaftskrise, wohl aber durch diese bestärkt, ist der Bedarf an Auseinandersetzung über den engeren gewerkschaftspolitischen Tellerrand hinaus wieder gewachsen. Der Kapitalismuskongress des DGB im Mai 2009 hatte gezeigt, „dass vor dem Hintergrund der globalen Krise viele Diskussionen vertieft werden müssen“. Dieser Satz fand sich im ersten Post von Diskurs, dem Mitte Juli gestarteten Debattenblog des Dachverbandes. Hier diskutierten seither Leute wie Frieder Otto Wolf, Claus Leggewie, Christoph Butterwegge, Elmar Altvater, Dieter Plehwe und Alex Demirovic über Krise, Kapitalismus, Klima und anderes. Über Klickzahlen und Reichweite könnte hier nur spekuliert werden – alles was diese zu erhöhen imstande ist, wäre aber so oder so begrüßenswert. Zumal andere gewerkschaftliche Debattenseiten seit längerem brach liegen – etwa die Verdi-Perspektiven. Gegenblende, wie das neue Projekt der DGB heißen wird, soll in einer Zweimonatsausgabe auch als pdf zur Verfügung stehen. (tos)

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