Gerüchte um Lafontaine
Die Zeitungen machen sich schwer Gedanken um die Karriere von Oskar Lafontaine. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau will der den Fraktionsvorsitz in Berlin aufgeben, wenn im Saarland eine rot-rot-grüne Koalition zustande kommt. Dort werde er demnach die unerfahrene Fraktion „zusammenhalten“. Dem Bericht, der inzwischen die Runde gemacht hat, zufolge könnte sich der Linksparteichef womöglich schon auf der Linken-Klausur dazu erklären, die am Freitag in Rheinsberg startet. Beim Tagesspiegel war man vor kurzem noch vom Gegenteil überzeugt: Es werde, hieß es „fest damit gerechnet“, dass sowohl Gregor Gysi als auch Lafontaine an der Fraktionsspitze blieben. Man wird sehen. Gerüchteweise soll Sahra Wagenknecht neue wirtschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag werden. Der Abgeordnete Michael Schlecht, dem ebenfalls Ambitionen auf dieses Amt nachgesagt wurden, könnte den neu geschaffenen Posten eines Chefvolkswirtes bekommen – diese Funktion hatte Schlecht auch bei der Gewerkschaft ver.di inne. Bisher wurde der Fraktionsarbeitsbereich Wirtschaft, Arbeit, Finanzen von Barbara Höll geleitet, wirtschaftspolitischer Sprecher war Hebert Schui – beide gehören wieder der Fraktion an. (tos)
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