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Kurras und Aust, MfS und Stasi

Man möchte zur Aufregung um den Ohnesorg-Todesschützen Karl-Heinz Kurras, dessen SED-Mitgliedschaft und die Stasi-Kontakte gar nichts mehr sagen. Für möglich halten, „dass die Geschichte umgeschrieben werden muss” (Klaus-Uwe Benneter), tun andere jetzt weit mehr als genug. „Ganz vieles wäre anders verlaufen” (Jochen Staadt) oder „hätte anders verlaufen können” (Lorenz Jäger). Beziehungsweise dann doch nicht. Willi Winkler ist nichts hinzuzufügen: „Stasi hin oder her, auch nach den neuesten Aktenfunden bleibt es dabei, dass am 2. Juni 1967 ein junger Mann sterben musste, weil er das demokratische Recht wahrnahm, gegen einen Schah zu demonstrieren, der zu Hause foltern ließ und dafür in Berlin von den Spitzen der Gesellschaft hofiert wurde.” Nur eines noch: Auch Stefan Aust hat sich des Falles Kurras angenommen – in der Frankfurter Allgemeinen – und herausgefunden, dass dieser ein Agent Provocateur gewesen sein könnte. Was wiederum, halten Sie sich ganz doll fest, „ins Bild der bisherigen Erkenntnisse zur Kumpanei zwischen MfS und Stasi passen, aber über das bekannte weit, weit, hinaus gehen” würde. MfS und Stasi sollen irgendwas miteinander gehabt haben? Mehr als bisher bekannt? Wenn das Frau Birthler wüsste. Herr Müller-Enbergs, übernehmen Sie!

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Kommentare / ONE COMMENT

[...] Tom Strohschneider und Jochen Hoff haben sich in ihren Blogs ausführlich mit diesem Aspekt auseinandergesetzt. Sehr lesenswert. [...]

Frühstücksgedanken: Wem nützen die Kurras-Enthüllungen? @ Kommissar Bratfisch am 24 Mai 09

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